Dentalradiologie in der Türkei
Digitales Panoramaröntgen, dreidimensionale DVT-Aufnahme und Einzelbilder mit modernen, CE-zertifizierten Geräten. ALARA-Prinzip bei jeder Indikation, Strahlenschutz nach europäischem Standard, DICOM-Daten für Ihre deutsche Zahnärztin zur Mitnahme.
Welche Verfahren wir anbieten
Digitales Panoramaröntgen
Übersichtsaufnahme aller Zähne, Kieferknochen und Kiefergelenke. Standard für Erstuntersuchung und Implantatplanung. Sehr niedrige Strahlendosis (etwa 10–25 µSv).
DVT — 3D-Volumentomographie
Dreidimensionale Aufnahme des Kieferknochens. Unverzichtbar bei verlagerten Weisheitszähnen, Implantatplanung, Sinuslift und endodontischen Diagnosen. Niedrigdosis-Protokoll mit kleinerem Sichtfeld (FOV) wenn klinisch ausreichend.
Einzelbilder (intraoral)
Kleinformataufnahmen einzelner Zähne für Karies-, Wurzel- und Parodontaldiagnostik. Sehr niedrige Strahlendosis, oft nicht mehr als ein paar µSv pro Bild.
Bissflügelaufnahmen
Spezielle Technik zur Erkennung interproximaler Karies und zur parodontalen Knochenkontrolle. Routinemäßig in der Erwachsenenversorgung.
Kephalometrische Aufnahmen
Seitliche Schädelaufnahme zur kieferorthopädischen Planung. Wird auf Anweisung unserer Kieferorthopädin angefertigt.
Strahlenschutz und ALARA-Prinzip
Wir röntgen nur dann, wenn es klinisch begründet ist und kein vorhandenes Bild ausreicht. Das ALARA-Prinzip (As Low As Reasonably Achievable) leitet jede Indikation: kleinstmöglicher Bildausschnitt, niedrigste vertretbare Dosis, digitale Sensoren mit hoher Quanteneffizienz.
Schilddrüsenschutz und Bleischürze sind bei jedem geeigneten Patienten Standard. Bei DVT-Aufnahmen wählen wir das kleinste Sichtfeld (FOV), das die diagnostische Frage beantwortet — eine Vollkopf-DVT ist nur in seltenen kieferchirurgischen Sonderfällen indiziert. Kinder erhalten reduzierte Dosisprotokolle.
Eine Schwangerschaft sollte vor jeder Bildgebung mitgeteilt werden. Nicht-dringende Aufnahmen werden in dem Fall verschoben.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Strahlenbelastung bei einer DVT?
Eine moderne DVT mit Niedrigdosis-Protokoll und kleinem Sichtfeld (FOV) liegt typischerweise zwischen 30 und 100 µSv — vergleichbar mit der natürlichen Hintergrundstrahlung eines mehrtägigen Aufenthalts in mittleren Höhenlagen. Wir verwenden den kleinstmöglichen FOV, der die diagnostische Frage beantwortet, und führen DVT nur dann durch, wenn ein 2D-Bild nicht ausreicht. Bei Kindern und Schwangeren wird die Indikation besonders streng geprüft.
Kann ich vorhandene Aufnahmen aus Deutschland mitbringen?
Ja, und wir empfehlen das ausdrücklich. Wenn Sie eine aktuelle Panoramaaufnahme oder DVT aus Deutschland haben (digital als DICOM oder als hochauflösendes Bild), senden Sie diese gerne per E-Mail oder WhatsApp vorab. So vermeiden wir unnötige Doppelaufnahmen. Falls die vorhandene Aufnahme für die geplante Behandlung nicht ausreicht (z. B. zu alt, falsches Format), besprechen wir das vor der Reise.
Welche Geräte verwenden Sie?
Wir arbeiten mit einem digitalen Panoramaröntgengerät mit zephalometrischer Erweiterung und einem DVT-Gerät mit auswählbarem FOV (Sichtfeld) und Niedrigdosis-Voreinstellungen. Beide Geräte sind CE-zertifiziert und werden regelmäßig durch unabhängige Sachverständige kalibriert und wartungsmäßig überprüft. Dosisparameter werden in jedem Patientenprotokoll dokumentiert.
Welcher Strahlenschutz wird angewendet?
Bleischürze und Schilddrüsenschutz für alle nicht zwingend exponierten Patientengruppen, ALARA-Prinzip (As Low As Reasonably Achievable) bei jeder Indikationsstellung, Kollimatoren zur Begrenzung des Strahlenfelds, digitaler Detektor mit hoher Quanteneffizienz (geringere Dosis bei gleicher Bildqualität gegenüber Film). Bei Kindern verwenden wir altersangepasste, reduzierte Dosisprotokolle.
Bekomme ich die Aufnahmen für meinen deutschen Zahnarzt mit?
Ja. Sie erhalten alle Aufnahmen vor Ihrer Rückreise als hochauflösende digitale Dateien — Panoramabilder im JPEG/PNG-Format, DVT-Daten im DICOM-Standard. Die DICOM-Datei können Sie an Ihren deutschen Zahnarzt weitergeben; sie ist mit jedem zahnärztlichen Bildbetrachter kompatibel. Ein zusammenfassender Befund in deutscher Sprache wird auf Wunsch beigefügt.
Was kostet die Bildgebung?
Wenn Sie eine größere Behandlung bei uns durchführen lassen (Implantat, Kieferorthopädie, Oralchirurgie), ist die notwendige Bildgebung in unserem Behandlungspaket enthalten. Als alleinige Bildgebung ohne Anschlussbehandlung berechnen wir das Panoramaröntgen mit 25–40 €, das DVT mit 60–120 €, je nach FOV. Den konkreten Preis erhalten Sie vorab schriftlich.
Hinweis nach Heilmittelwerbegesetz (HWG): Diese Seite informiert sachlich über zahnmedizinische Bildgebungsverfahren. Die Notwendigkeit einer Bildgebung wird im Einzelfall klinisch geprüft. Eine Erfolgsgarantie oder Diagnosegarantie wird nicht gegeben; die Befundung erfolgt nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft.
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